Sexualität kann lustvoll, lebendig und verbindend sein. Sie kann aber auch mit Unsicherheit, Druck, Scham oder dem Gefühl verbunden sein, dass der eigene Körper nicht so reagiert, wie du es dir wünschst.
Viele Menschen kennen Phasen, in denen Lust ausbleibt, Erregung schwer zugänglich ist, Nähe anstrengend wird oder Sex mehr nach Funktionieren als nach wirklichem Erleben aussieht. Manchmal gibt es dafür einen klaren Anlass. Manchmal bleibt zunächst unverständlich, warum sich etwas schwierig anfühlt.
Sexualität ist nichts Festgelegtes. Sie entwickelt sich mit unseren Erfahrungen, unserem Körper und dem, was wir über uns selbst gelernt haben – und kann sich auch wieder verändern. In meiner Praxis für Sexualtherapie in Wien geht es nicht darum, einer bestimmten Vorstellung von Sexualität zu entsprechen, sondern darum, was sich für dich stimmig, selbstbestimmt und lebendig anfühlt.
Du kannst deine Sexualität so gestalten, wie du es dir wünschst – denn erfüllender Sex ist lernbar.
Vielleicht erkennst du dich hier wieder
Was unser sexuelles Erleben beeinflusst
Sexuelle Reaktionen lassen sich nicht einfach willentlich steuern. Deshalb geht es nicht nur darum, ob etwas „funktioniert“, sondern auch darum, zu verstehen, was dein sexuelles Erleben unterstützt oder hemmt.
Wie wir denken, fühlen und wahrnehmen, zeigt sich auch in unserem Körper. Gleichzeitig beeinflussen Atmung, Bewegung und Muskelspannung, wie wir uns selbst und unsere Sexualität erleben.

Körper und Gesundheit
Hormone, Erkrankungen, Medikamente, Schmerzen, Erschöpfung, Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre und das Älterwerden können Lust und sexuelle Reaktionen verändern.
Erregung und körperliche Gewohnheiten
Wie Erregung entsteht, welche Berührungen angenehm sind und welche Rolle Atmung, Muskelspannung und Aufmerksamkeit dabei spielen, wird im Laufe des Lebens gelernt – und ist veränderbar.
Gedanken und Gefühle
Leistungsdruck, Scham, Unsicherheit oder das eigene Körperbild können es erschweren, Lust zuzulassen und im Körper präsent zu bleiben.
Beziehung und Kommunikation
Vertrauen, Nähe, Konflikte sowie die Möglichkeit, Wünsche und Grenzen auszusprechen, wirken sich unmittelbar auf das sexuelle Erleben aus.
Frühere Erfahrungen und Schutzreaktionen
Belastende oder traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass der Körper bei Nähe mit Anspannung, Rückzug oder innerem Abschalten reagiert.
Häufig gibt es nicht die eine Ursache.
Manchmal braucht es vor allem Wissen, konkrete Übungen und neue körperliche Erfahrungen. Manchmal führt das sexuelle Anliegen in einen tieferen emotionalen oder beziehungsorientierten Prozess.
SCHWERPUNKT
Vaginismus und Schmerzen beim Sex
Vaginismus ist einer meiner fachlichen Schwerpunkte. Dafür habe ich ein integratives Angebot entwickelt, das klinisch-sexologisches Wissen mit körperorientierten Übungen sowie trauma- und beziehungsorientierten Ansätzen verbindet.
Je nach deinem Anliegen können wir in regelmäßigen Einzelsitzungen arbeiten oder einen intensiveren Prozess gestalten. Im Mittelpunkt steht, was du dir für deine Sexualität wünschst und welche Schritte dich dabei unterstützen können.
Sexualität und Beziehungsformen
Sexualität folgt keiner bestimmten Vorlage. Sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Wünsche, Fantasien und die Art, wie du deine Sexualität ausdrückst, können ebenso unterschiedlich sein wie die Beziehungen, in denen Menschen leben.
Vielleicht kennst du die Unsicherheit, ob das, was du fühlst, begehrst oder leben möchtest, in Ordnung ist. Vielleicht hast du auch erlebt, dich erklären oder anpassen zu müssen oder wichtige Seiten von dir zurückzuhalten. Hier musst du weder einer bestimmten Vorstellung entsprechen noch dich für deine Sexualität oder deine Beziehungsform rechtfertigen.
Meine Arbeit ist inklusiv und ausdrücklich offen für LGBTQIA+ Personen. Auch Themen rund um Kink und BDSM sowie offene, polyamore oder andere nicht-monogame Beziehungen haben hier selbstverständlich Raum.
Entscheidend ist, was sich für dich stimmig, selbstbestimmt und erfüllend anfühlt.
Wie Veränderung in der Sexualität möglich wird
Viele Menschen wissen sehr genau, was sie sich in ihrer Sexualität anders wünschen – und erleben trotzdem, dass sich sexuelle Reaktionen nicht einfach willentlich steuern lassen. Veränderung braucht daher mehr als Wissen oder den Vorsatz, sich zu entspannen.
Sie wird möglich, wenn du besser verstehst, wie dein Körper, deine Aufmerksamkeit, deine Gefühle und deine bisherigen Erfahrungen zusammenwirken. Wenn neue Erfahrungen hinzukommen, können sich Schritt für Schritt auch neue Möglichkeiten entwickeln – im Erleben von Lust, im Kontakt mit deinem Körper und in sexuellen Beziehungen.
Mein Ansatz in der Sexualtherapie
Die Grundlage meiner sexualtherapeutischen Arbeit bildet der Ansatz Sexocorporel. Dabei betrachten wir nicht nur Gedanken und Gefühle, sondern auch den Einfluss von Atmung, Bewegung, Muskelspannung und Aufmerksamkeit auf dein sexuelles Erleben.
Je nach Anliegen verbinde ich diesen Ansatz mit Somatic Experiencing® und NARM®. So können auch das Nervensystem, belastende Erfahrungen, frühe Anpassungen und Beziehungsmuster in die Arbeit einbezogen werden. Was dabei im Vordergrund steht, richtet sich danach, was du mitbringst und was du verändern möchtest.




